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Der Hausrotschwanz – ein Gebäudebrüter auf Wohnungssuche im Naturpark Südeifel
Der Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) ist an seinem melodischen und lautstarken Gesang vor Sonnenaufgang zu erkennen. Die Männchen sind grauschwarz gefärbt, die Weibchen und junge Männchen sind eher graubraun, der lange Schwanz hat eine rostrote Färbung. Insekten, deren Larven, sowie Spinnen und Beeren stehen auf dem Speiseplan des Hausrotschwanzes. Oft sitzt er auf Hausdächern, er nutzt diese erhöhten Positionen als Aussichtswarte um nach Insekten zu suchen, und singt dort auch oft. Als Zugvogel zieht er im Herbst in den Norden Afrikas und in den Nahen Osten, im Frühling kommt er zurück in sein Brutgebiet. Einige wenige von ihnen bleiben auch im Winter in Deutschland.
Ursprünglich war der Hausrotschwanz im Bergland zu finden, aber mittlerweile fühlt er sich im Naturpark Südeifel in Dörfern und Städten wohl, auch in Gärten ist er anzutreffen. Aufgrund von Haussanierungen gibt es immer weniger Brutnischen an Gebäuden, daher sind Nisthilfen (Halbhöhlen) eine wichtige Unterstützung für den Hausrotschwanz auf seiner Wohnungssuche. Der Hausrotschwanz wird zwar nicht als gefährdet eingestuft, aber er findet immer weniger Insekten, daher kann man ihn mit einem naturnahen Garten unterstützen. Zum Beispiel ist es sinnvoll eine gemischte bunte Hecke aus heimischen Gehölzen im Garten anzulegen. Sie ist Sicht- und Windschutz, eine gute Nahrungsquelle (Insekten, Früchte) und bietet Nistmöglichkeiten sowie Landeplätze. Eine Liste mit geeigneten Wildsträuchern für den Garten ist auf der Webseite des Naturparks zu finden, mehr Informationen zu Nisthilfen für Vögel gibt es im Artikel im Monat Januar unter Gartenkultur Eifel.
Der Hausrotschwanz ist „Vogel des Jahres“ 2025. Seit 1971 ernennen der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der bayerische Landesbund für Vogelschutz (LBV) jedes Jahr einen „Vogel des Jahres“. Der erste „Vogel des Jahres“ war 1971 der Wanderfalke.