Leuchtend-gelb gefleckt: Der Feuersalamander ist an seinem Muster gut zu erkennen., © Naturpark Südeifel/Indra Schaperdoth

Aktuelle Informationen Bildung für nachhaltige Entwicklung

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Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als kommunale Querschnittsaufgabe

Über den dringend notwendigen Erfolg von nachhaltiger Entwicklung wird ganz konkret durch Maßnahmen vor Ort, in den Gemeinden und Städten, entschieden. Die von den Vereinten Nationen benannten Sustainable Development Goals1, kurz SDGs, bilden eine Grundlage auch für kommunale Nachhaltigkeitsprozesse. Diese betreffen die zukunftsgerechte Gestaltung etwa von kommunaler Wirtschaft, Infrastruktur und Verkehr in ökonomischer, ökologischer, sozialer und kultureller Hinsicht. Eine zukunftsorientierte Gestaltung der Gemeinwesen stellt die Kommunen jedoch vor große Herausforderungen. Als politische Keimzellen unserer Gesellschaft bieten die Kommunen ihren Bürgerinnen und Bürgern die direkten und unmittelbaren Gestaltungsmöglichkeiten. Sie sind daher in ihrer Verantwortung für nachhaltige Entwicklungsprozesse vor Ort unmittelbar herausgefordert. Wenn diese mit wirksamer demokratischer Teilhabe verknüpft werden, ergeben sich in sozialer und politischer Hinsicht neue Entwicklungschancen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt dauerhaft stärken können. Dies setzt jedoch voraus, dass die Bürgerinnen und Bürger die dafür notwendigen Kompetenzen erwerben. Sie müssen Interesse und Motivation zu einer nachhaltigen Gestaltung ihres Gemeinwesens entwickeln und Mitgestaltungsmöglichkeiten auch wahrnehmen können. Dazu leistet Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE, einen wesentlichen Beitrag. BNE befähigt etwa bei unterschiedlichen Interessenlagen und Zielkonflikten sachgerecht zu urteilen und zu handeln. Bildungsprozesse für eine nachhaltige Entwicklung fördern Problemlösungs- und Gestaltungskompetenzen und vermitteln zukunftsfähiges Wissen. BNE-Lernprozesse zielen damit auch auf das Zusammenleben in der Kommune und die Gestaltung ihrer Lebensbereiche ab. Weitere Informationen sind auf dem BNE-Portal abrufbar.

Ab sofort möglich: Anmeldung zum 35. Deutschen Naturschutztag (hybrid) vom 31.05. bis 02.06.2021 in Wiesbaden

Vom 31.5. bis 2.6.2021 findet der 35. Deutsche Naturschutztag (DNT) mit digitalen Fachforen und Side-Events sowie einem hybriden Live-Event in und aus dem RheinMain CongressCenter (RMCC) Wiesbaden statt. Unter dem Motto: „STADT-LAND-FLUSS – Welche Natur wollen wir?“ sucht der deutschlandweit größte Naturschutzkongress nach Antworten auf drängende Fragen, die sich durch den schnellen Wandel unserer Städte und der ländlichen Räume sowie des Klimas für den Naturschutz ergeben:

  • Wie können Artensterben gestoppt und die Klimakrise gebremst werden?
  • Wie können neue Schwarmstädte naturverträglich und klimaschonend entwickelt werden?
  • Wie wird der ländliche Raum als Arbeitsplatz und Wohnort auf nachhaltige Weise attraktiver?
  • Welche Bündnispartner kann der Naturschutz für die erfolgreiche Mitgestaltung des schnellen Wandels in Stadt und Land gewinnen?
  • Kann sich der Naturschutz in einer attraktiven Kulturlandschaft mit hohem Erholungswert behaupten?

Anmeldung ab sofort bis zum 15. Mai 2021 unter www.deutscher-naturschutztag.de

„Der Wolf ist emotionaler Kondensationspunkt für viele Probleme“ - Interview mit Prof. Dr. Rainer Luick

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) hat mit Prof. Dr. Rainer Luick über den Wolf in Deutschland gesprochen. Luick ist seit 1999 Professor für Natur- und Umweltschutz an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg. Forschungsschwerpunkte sind seitdem Prozesse im ländlichen Raum, Agrar- Natur-schutz- und Regionalpolitik, Extensive Landnutzungssysteme, Technikfolgenabschätzungen zur Energiewende und sein Engagement zum Schutz der letzten europäischen Urwälder. Prof. Dr. Rainer Luick engagiert sich außerdem in zahlreichen Gremien auf nationaler und internationaler Ebene zu Landnutzungs- und Biodiversitätsaspekten. Das Interview ist im DVL-Rundbrief Frühling 2021 erschienen.

Der Wolf in Deutschland - Herausforderungen für weidebasierte Tierhaltungen und den praktischen Naturschutz

Ein Team um Nicolas Schoof und Prof. Dr. Albert Reif von der Professur für Standorts- und Vegetationskunde der Universität Freiburg und Prof. Dr. Eckhard Jedicke, Leiter des Kompetenzzentrums Kulturlandschaft sowie des Instituts für Landschaftsplanung und Naturschutz der Hochschule Geisenheim, hat die bestehende Rechtslage ausgewertet und zeigt auf Basis verschiedener ökologischer Daten Konfliktlinien und mögliche Lösungsansätze auf. Die Forschenden stellen in einer Publikation in der Fachzeitschrift „Naturschutz und Landschaftsplanung“ detailliert vor, dass sich die Ausbreitung des Raubtieres negativ auf rechtlich verbindliche Naturschutzzie­le auswirken könnte. Die Arbeit ist dort abrufbar.