Ourtalschleife, © V. Teuschler

Schutzgebiete

Der Naturpark Südeifel beherbergt viele Pflanzen und Tiere, die sonst in Deutschland nur noch selten zu finden sind.

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Naturschutzgebiete im Naturpark Südeifel

Derzeit sind im Naturpark Südeifel zehn Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von über 1.100 ha ausgewiesen, weitere Naturschutzgebiete sind geplant. Diese besonderen Standorte gilt es als Lebensräume teilweise sehr seltener oder gar in ihrem Bestand gefährdeter Pflanzen und Tiere vor den vielfältigen Eingriffen und vor Zerstörung zu schützen. Daher gelten in deutschen Naturschutzgebieten besondere gesetzliche Bestimmungen nach dem Bundesnaturschutzgesetz.

Die 10 Naturschutzgebiete im Naturpark Südeifel

Ourschleife / Falkenstein

Das Naturschutzgebiet „Ourschleife/Falkenstein“ hat eine Größe von 270 ha und umfasst Teile der Gemarkung Waldhof-Falkenstein.
Zweck der Unterschutzstellung ist die Erhaltung des Laubwaldökosystems mit seiner gut ausgeprägten Vegetationszonierung und dem herausragenden Insektenreichtum sowie der mosaikartig verzahnten Trockenrasen- und Heideflächen mit ihren typischen Lebensgemeinschaften, der natürlichen Bachläufe mit ihrer Flora und Fauna und des landschaftsprägenden Charakters der Ourschleife.

Mittleres Ourtal zwischen Dreiländereck und Rellesmühle

Das Naturschutzgebiet "Mittleren Ourtals zwischen Dreiländereck und Rellesmühle" hat eine Größe von 490 ha und umfasst Teile der Gemarkungen Dahnen, Dasburg und Sevenig. Schutzzweck ist die Erhaltung einer naturnahen submontanen Tallandschaft im westlichen Mitteleuropa als Lebensraum seltener, bestandsbedrohter Tier- und Pflanzenarten und ihrer Gesellschaften, insbesondere von an saubere Fließgewässer mit Stillwasserzonen, an Feuchtland und an naturnahe Laubwald-, Niederwald- und Fels-Ökosysteme gebundene Tierarten aus den Gruppen der Amphibien, Vögel, Feldermäuse, Käfer, Schmetterlinge, Libellen, Köcherfliegen und weiteren Wirbellosen.

Ginsterheiden im Irsental bei Daleiden

Das Naturschutzgebiet "Ginsterheiden im Irsental bei Daleiden" hat eine Fläche von 76 ha und liegt auf den Gemarkungen Daleiden, Irrhausen und Olmscheid. Schutzzweck ist die Erhaltung der Ginsterheiden im Irsental, der Fels-, Magerrasen-, Laubwald- und Fließgewässer-Ökosysteme sowie verschiedener Feucht- und Saumbiotope als Lebensraum seltener, in ihrem Bestand bedrohter artenreicher Tier- und Pflanzengemeinschaften sowie der fossilienführenden Sedimentschichten aus wissenschaftlichen und naturgeschichtlichen Gründen.

Urprümschleife bei Echtershausen

Das Naturschutzgebiet “Urprümschleife bei Echtershausen“ hat eine Größe von ca. 6,5 ha und liegt in der Gemarkung Echtershausen. Schutzzweck ist die Erhaltung und Entwicklung von Nass- und Feuchtwiesen und von Niedermoor-Komplexen einer ehemaligen Flussschleife der Prüm im Bereich des Islek (Westeifel) als Lebensraum gefährdeter Vogel-, Schmetterling- und Heuschrecken-Gesellschaften und seltener, in ihrem Bestand bedrohter Arten aus diesen Tiergesellschaften und deren Begleitarten. Das NSG besitzt eine regionale Bedeutung für den Biotopschutz, insbesondere mehrerer, miteinander verzahnter Pflanzengesellschaften aus dem Calthion-Verband (Sumpfdotterblumenwiesen) und aus Übergangsbeständen von Klein- und Großseggenrieder sowie aus Nieder- und Zwischenmoorgesellschaften. Weitere Gründe der Unterschutzstellung sind geologische, geomorphologische und kulturhistorische Gründe.

Langenberg und Bocksberg bei Wallendorf

Das Naturschutzgebiet "Langenberg und Bocksberg bei Wallendorf" umfasst 47,5 ha und liegt in der Gemarkung Wallendorf. Schutzzweck ist die Erhaltung und Entwicklung von südexponierten Halbtrockenrasen in extremer Steillage, Glatthaferwiesen in extrem trockener Ausprägung, Streuobstwiesen, Trockenmauern, Gebüschformationen, Laubmischwald-Bereichen, die sich zum Teil zum Niederwald und zum Teil aus Resten von Eichen-Elsbeerenwäldern zusammensetzen, sowie Quellmulden mit angrenzenden Feuchtwiesen als Lebensräume zahlreicher bestandsgefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Darüber hinaus soll auch der Charakter einer Kulturlandschaft in ihrer früheren kleinstrukturierten Nutzungsweise erhalten werden.

Kelterdell und Kuckuckslei bei Echternacherbrück

Das Naturschutzgebiet "Kelterdell und Kuckuckslei bei Echternacherbrück" mit einer Größe von 61,7 ha liegt auf der Gemarkung Echternacherbrück. Schutzzweck ist die Erhaltung wertvoller orchideenreicher Halbtrockenrasen und wärmeliebender Gebüsch-Säume, artenreicher Laubwald- und Fels-Ökosysteme sowie extensiv genutzter Grünlandflächen und Streuobstwiesen als Lebensraum seltener, in ihrem Bestand bedrohter Tier- und Pflanzenarten, insbesondere Vogel- und Insektenarten.

Im Bündchen bei Peffingen

Das Naturschutzgebiet "Im Bündchen bei Peffingen" ist 8,8 ha groß und liegt auf der Gemarkung Peffingen. Schutzzweck ist die Erhaltung der nahezu vegetationslosen Keuperscharren und der extensiv genutzten Kalk-Magerrasen mit ihren angrenzenden Gebüsch-Formationen und Streuobstwiesen als Lebensraum zahlreicher wärmeliebender in ihrem Bestand äußerst gefährdeter Tier- und Pflanzenarten (insbesondere aus der Gruppe der Insekten) und deren Lebensgemeinschaften.

Obig den Scharren bei Peffingen

Das Naturschutzgebiet "Obig den Scharren bei Peffingen" umfasst 4,7 ha und liegt auf der Gemarkung Peffingen. Schutzzweck ist die Erhaltung der nahezu vegetationslosen Keuperscharren und der extensiv genutzten Kalk-Magerrasen mit ihren angrenzenden Gebüsch-Formationen und Streuobstwiesen als Lebensraum zahlreicher wärmeliebender in ihrem Bestand äußerst gefährdeter Tier- und Pflanzenarten (insbesondere aus der Gruppe der Insekten) und deren Lebensgemeinschaften.

Rechenberg bei Olk

Das Naturschutzgebiet "Rechenberg bei Olk" ist 46 ha groß und liegt auf den Gemarkungen Olk und Ralingen. Schutzzweck ist die Erhaltung des Rechbergs mit seinen artenreichen Kalkmagerrasen, Gebüschsäumen und Laubmischwaldformationen, als Lebensraum wärmeliebender Tier- und Pflanzengesellschaften mit zahlreichen seltenen, bestandsbedrohten Arten, insbesondere Orchideen und Insekten.

Ralinger Röder

Das Naturschutzgebiet "Ralinger Röder" besitzt eine Fläche von 96,6 ha und erstreckt sich auf die Gemarkungen Wintersdorf, Ralingen uns d Olk. Schutzzweck ist die Erhaltung von artenreichen, naturnahen wärmeliebenden Laub-, Mischwald- und Gebüsch-Formationen an den Hängen des Sauertales, insbesondere des Eichen-Elsbeeren-Waldes (Lithospermo-Quercetum) und des Orchideen-Kalk-Buchenwaldes (Carici-Fagetum) als Lebensraum vielfältig zusammengesetzter Tier- und Pflanzengesellschaften mit zahlreichen seltenen, bestandsbedrohten Arten, wie beispielsweise Orchideen, Greifvögel und Spechte, Tag- und Nachtfalter, Wildbienen und Bodenarthropoden.