Gartenkultur-Eifel im Oktober

Pflanzung von heimischen Bäumen, Obstbäumen, Sträuchern und Fruchtsträuchern.

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In seiner neuen Serie wird der Naturpark Südeifel Anregungen geben, wie ein Garten im Sinne einer Gartenkultur-Eifel gestaltet werden kann: zeitgemäß, pflegeleicht, regionaltypisch, tierfreundlich, insektenfreundlich, natürlich und barrierefrei. Warum ist dies wichtig für unsere Region? Genauso wie die Baukultur der Eifel das Erscheinungsbild und den Wiedererkennungswert der Kulturlandschaft prägt, so tut dies auch die Gartenkultur Eifel als Komplettierung. Das Haus und der zugehörige Garten in der sie umgebenden Bebauung und Landschaft machen die regionale Identität aus. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, welche zentrale Rolle der eigene Garten für die Lebensqualität hat. Besonders wichtig ist der Garten natürlich auch für den Artenschutz und als Beitrag zum Klimaschutz. Aber auch die öffentlichen Grünflächen sind Teil der Gartenkultur Eifel und eine wertvolle Alternative zu den immer mehr verbreiteten Schottergärten.

Zum Auftakt der Serie „Gartenkultur-Eifel“, die einmal im Monat erscheinen wird, geht es im Monat Oktober um die Pflanzung von heimischen Bäumen, Obstbäumen, Sträuchern und Fruchtsträuchern. Durch das Pflanzen von Bäumen im eigenen Garten und die richtige Pflanzenauswahl leisten wir nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern schaffen auch wichtige Schattenspender für uns, außerdem leckeres Obst zum Naschen und Lebensraum für Tiere. Klimaharte Bäume sind beispielsweise der Feldahorn, die Echte Mehlbeere und der Walnussbaum. Soll ein Naschgarten integriert werden, können heimische Obstbäume, wie den Kaiser-Wilhelm-Apfel, den Eifler Rambour, die Pastorenbirne, die Hauszwetschge oder die Napoleon-Kirsche angepflanzt werden. Als Beerensträucher bieten sich Himbeere, Johannisbeere, Brombeere oder Stachelbeere an. Erdbeeren und Weintrauben ergänzen den Naschgarten. Eine Liste mit möglichen Wildsträuchern für den Garten steht als Download bereit.

Wer gerne Vögeln ein Zuhause geben will und gleichzeitig sein Grundstück mit Einfriedungen abgrenzen möchte, kann dies mit einer gemischten bunten Hecke aus heimischen Gehölzen erreichen. Sie ist Sicht- und Windschutz, für Vögel eine gute Nahrungsquelle (Insekten, Früchte) und bietet Nistmöglichkeiten sowie Landeplätze. Optisch sorgen diese Hecken mit ihrer Blütenvielfalt für viel Abwechslung, zudem können viele der Beeren und Blüten zu Tees, Marmeladen oder Sirup zubereitet werden. Geeignete Pflanzen sind etwa Schwarzer Holunder, Weißdorn und Schlehe.  

Tipp: Mein barrierefreier Garten

Bei der Neuanlage oder Umplanung ist es sinnvoll, den Garten möglichst barrierefrei anzulegen, damit er bis ins hohe Alter benutzbar ist. Der Weg ist die wichtigste Verbindung zwischen Haus und Garten, alle Bereiche sollten gefahrlos und barrierefrei erreichbar sein. Der Weg sollte mindestens 90 cm breit sein, die Steigung maximal 6 Prozent auf einer Strecke von 10 m betragen. Geeignet sind rutschhemmende und griffige Bodenbeläge, z.B. wasserdurchlässiges Pflaster. Anstelle von Treppen sollten Rampen vorgesehen werden.

Damit Rollstuhlfahrer im Garten selbständig das Obst des eigenen Gartens ernten können, sollten niedrige Gehölze angepflanzt werden, die vom barrierefreien Weg aus erreichbar sind. Beispielsweise eignen sich Spalierobst, Beerensträucher, Erdbeeren in einem Hochbeet oder vertikale Beete.

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