Das Ourtal, © R. Clement

Das Ourtal

Ein grenzenloser Geheimtipp

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Die Our ist ein Grenzfluss zwischen Belgien, Luxemburg und Deutschland, der eine romantische Landschaft geformt hat, die Grenzen überwindet.

Auf den Wegen entlang der Our können wir stundenlang ohne störenden Lärm die Geräusche der Natur genießen. Seltene Pflanzen und Tiere, wie Orchideen, Schwarzstorch und Wildkatze finden hier ihren Rückzufgsraum und der Fischreichtum des Flusses ist in der Region einzigartig. Das Ourtal präsentiert unberührte Natur, alte Mühlengeschichte, Ritter und Adel sowie moderne Stromgewinnung aus Wasserkraft. Das Ourtal ein Geheimtipp im Naturpark Südeifel.

Geologie des Ourtals

Das Ourtal unterteilt sich im Naturpark in das Mittlere Ourtal mit den beiden Teilabschnitten des Viandener und Gentinger Ourtals . Nach Süden schließt sich das Wallendorfer Ourtal bis zur Mündung in die Sauer an. Das Mittlere Ourtal – hier insbesondere das Viandener Ourtal - ist ein sehr steilwandiges und windungsreiches Kerbtal, das bis zu 300 m tief in die Schiefer- und Grauwackendecken des Isleks eingeschnitten ist. Aus diesem Grunde bietet dieser Talabschnitt an ganz wenigen Stellen Raum für Siedlungen.
Formtypisch sind die hohe Anzahl von Talschlingen und der ständige Wechsel von Talabschnitten mit breiter Sohle und von Engtalabschnitten.

Die Steilhänge, auf denen skelettreiche Steinböden der Grauwacken anstehen, bilden das Areal ausgedehnter Wälder, die in sehr steilen Lagen als Eichenlohheckenwälder, großflächig auf flacheren Hängen auch als feuchte Mittelwälder aus Eichen und Buchen – bisweilen vermischt mit Fichten – ausgebildet sind.

Die landwirtschaftliche Nutzung der schmalen Talböden etwa bei Gemünd beschränkt sich rein auf Grünlandwirtschaft, während Flächenreste wie z. B. auf dem „Kop“ bei Bivels , der nahezu ein Umlaufberg ist, durch Getreide- und Hackfruchtanbau genutzt werden.

Das südlich anschließende Gentinger Ourtal ist auffallend breitsohlig und gefällarm und durchschneidet - bevor es in das Muschelkalkgebiet des Wallendorfer Ourtals eintritt - das schmale Band des Buntsandsteins, das das Bitburger Gutland vom Islek trennt.

Das Wallendorfer Ourtal als südlichster Abschnitt dieses einmaligen, facettenreichen Tales verbindet das Bollendorfer Sauertal im Süden mit dem Mittleren Ourtal im Norden.

Böden und Vegetation

Die unteren Talhänge sind aus leicht verwitterbaren Schichten des Muschelsandsteins und vor allem der Gipsmergel aufgebaut, über denen eine wenig mächtige Stufe des Oberen Muschelkalkes ausgebildet ist, die weit zurückspringt. Die Stufe selbst sowie große Teile der unteren Hänge werden von Halbtrockenrasen und Steppenheidegebüschen bedeckt. Auffallend ist der starke Streuobstanbau beider Uferseiten, besonders aber zwischen Wallendorf und Ammeldingen.