Unsere einzigartige Naturlandschaft kennenlernen und Wissen darüber vermitteln

Grundschule Ralingen hat als erste Schule im Naturpark Südeifel das Zertifikat „Naturpark-Schule“ erhalten

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Der Naturpark Südeifel hat mit dem Aufbau von festen, dauerhaften Kooperationen zu Schulen begonnen und unterstützt die Schulen in ihren Aktionen im Bereich Natur und Umwelt. Themenschwerpunkte im Naturpark Südeifel sind beispielsweise Klimawandel und Klimaschutz, Insekten und Hochbeete, regionale Geologie und Erdgeschichte sowie Streuobst.

Die Grundschule Ralingen ist jetzt die erste zertifizierte „Naturpark-Schule“. In einer Feierstunde, die von den Kindern musikalisch umrahmt wurde, überreichte Michael Holstein, Bürgermeister der Verbandgemeinde Trier-Land, die Urkunde an Schulleiterin Claudia Barzen. Er hob hervor, dass die Grundschule Ralingen sich durch ihre Lage, umgegeben von viel Natur, besonders gut eigne als „Naturpark-Schule“. „Der Naturpark ist ein Erfahr- und Lernort. ‚Naturpark-Schule‘ zu sein ist ein Alleinstellungsmerkmal, in Ralingen wurde jetzt die Basis gelegt“, sagte Holstein. Ortsbürgermeister Alfred Wirtz schloss sich den lobenden Worten an. Das Konzept der Naturpark-Schulen vermittle den Kindern, wie wichtig der Erhalt der Natur sei. Schulleiterin Claudia Barzen freute sich ganz besonders über die Zertifizierung als „Naturpark-Schule“: „Für das Projekt gab es sofort volle Unterstützung von den Eltern, auch das Kollegium war begeistert. Die Kinder haben ganz glänzende Augen, dass ist eine Bestätigung dafür, dass die Natur in der unsere Schule steht der schönste Lernort ist. Und mit Achim Herf haben die Kinder einen tollen Lehrer.“ Naturpark-Referent Achim Herf führte mit drei anderen Referenten die einzelnen Module gemeinsam mit den Kindern und Lehrerinnen im Rahmen einer Projektwoche durch. Dazu gehörten beispielsweise Gewässerökologie, Wiesen und Streuobst, Geologie und praktischer Naturschutz mit dem Bau eines Insektenhotels. In einer Ausstellung zeigten die Kinder anschließend mit großer Begeisterung ihre aus der Projektwoche hervorgegangenen Arbeiten. Maßgeblich beigetragen zum Gelingen der Projektwoche haben auch die Kooperationspartner Engel Gips aus Trier und der Antoniushof aus Olk. Im Gipsbergbau lernten die Kinder den Naturgips aus dem Mittleren Muschelkalk der Ralingen-Formation kennen, auf dem Antoniushof stand regionale und nachhaltige Landwirtschaft im Mittelpunkt.

Um als „Naturpark-Schule“ zertifiziert werden zu können, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein: Die Schule liegt im Naturpark-Gebiet, das Thema „Naturpark-Schule“ muss im Leitbild der Schule verankert sein und eine Kooperationsvereinbarung zwischen Naturpark, Schule und Träger muss geschlossen werden. Darüber hinaus ist nachzuweisen, dass jedes Kind mindestens einmal pro Schuljahr ein Thema des Naturparks im Unterricht oder darüber hinaus behandelt. Zudem findet einmal im Jahr eine Fortbildung für die pädagogischen Fachkräfte statt. „Die Kinder und Jugendlichen lernen so die Besonderheiten ihrer Region kennen und werden für sie begeistert. Gleichzeitig trägt die Kooperation zur Verankerung des Naturparks in der Region und in der Bevölkerung bei“, erläuterte Daniela Torgau, Geschäftsführerin des Naturpark Südeifel. Die Naturpark-Referenten werden vom Naturpark unter anderem mit Entdeckerwesten und Mikroskopen ausgestattet, damit sie die Module mit den Kindern durchführen können.

Das offizielle Zertifikat „Naturpark-Schule“ ist eine bundesweite Auszeichnung des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN), das die Naturparke im Namen des VDN an Bildungseinrichtungen in ihrem Naturpark verleihen können. Zu diesem Anlass stellt der VDN eine Urkunde und eine Plakette zum Anbringen im Außenbereich der Schule zur Verfügung. Die Auszeichnung wird für einen Zeitraum von jeweils 5 Jahren verliehen; dann erfolgt eine erneute Evaluierung und anschließend ggf. eine Verlängerung der Auszeichnung für weitere 5 Jahre.

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