Rotbuche ist Baum des Jahres 2022

Die „Mutter des Waldes“ erhält den Titel zum zweiten Mal.

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Bereits 1990 hatte die Silvius-Wodarz-Stiftung die Rotbuche (Fagus sylvatica) zum Baum des Jahres gekürt. „Die Buche hat zwei wichtige Botschaften in Zeiten klimatischer Veränderungen und extremer Wetterereignisse – und deshalb haben wir uns dafür entschieden, die Art ein zweites Mal zu wählen“, erklärt Stefan Meier, Präsident der Baum des Jahres Stiftung. „Die letzten Jahre haben allen Wald-, Stadt- und Parkbäumen stark zugesetzt. Auch der Zustand der Altbuchen ist kritisch“, sagt Meier. Doch es gibt auch eine gute Nachricht. Laut Andreas Roloff, Professor für Forstbotanik an der TU Dresden und Mitglied im Kuratorium Baum des Jahres, zeigen erste Untersuchungen an Jungbuchen, dass diese fähig dazu sind, mit Klimaveränderungen umzugehen.

Die Rotbuche ist in ganz Mitteleuropa verbreitet und kann über 300 Jahre alt werden. Sie verdankt ihren Namen nicht der Färbung ihrer Blätter, sondern dem leicht rötlichen Holz. Sie ist die häufigste Laubbaumart im heimischen Wald, auch im Naturpark Südeifel. Auch wenn seit vielen Jahrzehnten Fichten und Kiefern dominieren, gilt Deutschland als eine Art „Kernland“ für die natürliche Verbreitung der Buche. Daher hat Deutschland eine besondere Verantwortung bezüglich des Erhalts der Buchen, immerhin nimmt ihr Anteil in deutschen Wäldern wieder zu und liegt bei etwa 16 Prozent. Rotbuchen erreichen eine Höhe von bis zu 45 Metern, sie vertragen so viel Schatten wie kaum ein anderer Laubbaum. Deshalb wird angenommen, dass sie auf zwei Dritteln der hiesigen Waldfläche zur beherrschenden Baumart werden kann. Rotbuchen gelten als das „Wasserwerk“ des Waldes und könnten die Gefährdung der Wälder durch Dürreabschnitte etwas abmildern. Sie bevorzugen ein ausgeglichenes Klima, milde Winter und genügend Feuchtigkeit. Doch genau diese genannten Voraussetzungen sind jedoch in Deutschland durch die extremen Temperaturen nicht mehr unbedingt gegeben.

Der Baum des Jahres wird seit 1989 von der „Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung“ ausgerufen. Die Stiftung will damit über Eigenheiten verschiedener Bäume aufklären und auf bedrohte Bäume hinweisen.

Über den Naturpark Südeifel:

Der Naturpark Südeifel ist ein Schutzgebiet mit einer Fläche von 432 Quadratkilometern in der Eifel, das sich wegen seiner landschaftlichen Vielfalt und dem damit verbundenen Artenreichtum der hier beheimateten Flora und Fauna für ein intensives Naturerleben besonders eignet. Er gehört zu den attraktivsten Landschaften Deutschlands, diese sind durch 16 Nationalparke, 18 Biosphärenreservate und 104 Naturparke geschützt. Natur ist dabei nicht nur Kulisse für touristische Aktivitäten, sondern Grundlage für einen großen Bereich des Tourismus. Denn diese als Nationale Naturlandschaften bezeichneten Schutzgebiete halten für touristische Gäste und Einheimische viele nachhaltige Möglichkeiten bereit, Natur zu erleben und sich in ihr zu erholen, ohne die Natur zu gefährden.

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