Streuobstwiesen sind wichtiges Kulturgut und tragen zum Umwelt- und Landschaftsschutz bei
Streuobstwiesen sind Landschaftsprägend für den Naturraum der Südeifel. Die Naturparke Süd- und Nordeifel haben im Jahr 2013 die Initiative „Rettet die Streuobstwiesen!“ gestartet, um die Öffentlichkeit auf den Zustand der Streuobstwiesen aufmerksam zu machen. Zum damaligen Zeitpunkt waren Schätzungen zufolge 70 bis 80 Prozent der Hochstammobstbäume in einem schlechten Zustand. Überalterung und Mistelbefall sind zwei der Probleme, die innerhalb von nur zwei bis drei Jahrzehnten zum Zusammenbruch der Bestände führen können. Erschwerend hinzu kommt der Wegfall des Branntweinmonopols, was eine Nutzung der Früchte als Brennobst unattraktiv macht. Aufgrund fehlender alternativer Absatzmöglichkeiten wird die Pflege der Baumbestände noch weiter vernachlässigt. Durch gezielte Verjüngung der Bestände sowie Neupflanzungen mit Kelterobstsorten, lassen sich die Bestände nicht nur retten, sondern es wird auch ein aktiver Beitrag zum Umwelt- und Landschaftsschutz geleistet.
Ein erneutes Aufblühen der Streuobstbestände trägt zur Erhaltung wertvoller Kulturlandschaften bei, stärkt Lebensräume für Tiere und Pflanzen, unterstützt ökologische Funktionen des Bodens und ermöglicht die Nutzung regionaler Produkte sowie die Stärkung regionaler Identität.
Kurse rund um Streuobst wie z.B. Schnittpflegekurse werden im Herbst und im Winter angeboten.