Tödlicher Hautpilz befällt Feuersalamander

Population der Lurchart im Naturpark Südeifel ist bisher nicht betroffen

Fünfzehn bis zwanzig Zentimeter groß und auffällig schwarz-gelb gefleckt: Das ist der Feuersalamander (Salamandra salamandra). Er gilt vielerorts noch als weit verbreitet. In vielen Naturparken mit hohem Waldanteil gibt es noch stabile Vorkommen und die Tiere finden in den Quellen und Bächen ideale Lebensräume. Auch im Naturpark Südeifel werden sie immer wieder gesichtet. In der Outdoor-Ausstellung „Augenblick Natur“ bei den „Irreler Wasserfällen“ ist ein Foto von einem Feuersalamander zusehen. Die Ausstellung hat der Naturpark Südeifel in Kooperation mit der der Gesellschaft für Naturfotografie (GDT), Regionalgruppe 6 – Hessen, Pfalz, Saarland, konzipiert und umgesetzt.

Doch seit 2010 breitet sich der tödliche Hautpilz Batrachochytrium salamandrivorans, kurz Bsal, in Westeuropa aus und ist bereits in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern angekommen. Er wurde wahrscheinlich durch den Handel mit asiatischen Amphibien eingeschleppt. In den Niederlanden, Belgien und Teilen der Eifel sind die Feuersalamander stark zurückgegangen und es wurden Massensterben beobachtet. Der Hautpilz breitet sich nach der Infektion auf der Haut der Tiere aus und „frisst“ Löcher hinein. Die Haut verliert ihre überlebenswichtige Funktion und die Feuersalamander sterben innerhalb weniger Tage. Die Sporen des Hautpilzes sind dagegen in der Lage, über Wochen und Monate im Boden zu überdauern und können auch über weite Strecken mit Schlammresten transportiert werden. Neben Feuersalamandern können auch Molche von Bsal befallen werden.

Um zu überprüfen, ob Tierbestände im Naturpark Südeifel vom Bsal-Hautpilz betroffen sind, hat die Universität Trier im Auftrag des Naturpark Südeifel ein Monitoring der heimischen Schwanzlurche durchgeführt in den Jahren 2025 und 2026. Die gute Nachricht: Die Population im Naturpark Südeifel ist aktuell nicht von Bsal befallen. Damit sich der Hautpilz nicht verbreitet, sollte nach einer Wanderung das Schuhwerk gründlich gesäubert und danach desinfiziert werden, denn die Verbreitung der Pilzsporen geschieht hauptsächlich durch den Menschen.