Ministerpräsidentin Malu Dreyer, © Matthias Irle

„Barrierefreiheit ohne Grenzen“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreichte in Irrel den EFRE-Zuwendungsvertrag an den Zweckverband Naturpark Südeifel.

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Deutsch-luxemburgischer Naturpark bald auch barrierefrei erlebbar

Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreichte in Irrel den EFRE-Zuwendungsvertrag an den Zweckverband Naturpark Südeifel. „Ich freue mich, dass wir damit den Startschuss für das Interreg A-Projekt „Barrierefreiheit ohne Grenzen“ im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark geben können“, sagte die Ministerpräsidentin in Anwesenheit zahlreicher Repräsentanten aus Luxemburg und Rheinland-Pfalz.

Das grenzüberschreitende Projekt hat zum Ziel, eine gemeinsame Strategie für den barrierefreien Naturtourismus im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark zu entwickeln. „Barrierefreiheit und Naturtourismus sollen so verbunden werden, dass der Naturpark für alle erlebbar gemacht wird“, betonte Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium. „Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine touristische Zukunftsaufgabe.“

Geplant sind barrierefreie Wanderwege, an die wichtige Sehenswürdigkeiten der Grenzregion anschließen. Die Wanderrouten sind – mit breiten Wegen und ausreichend Sitzmöglichkeiten – auch für Familien mit Kinderwagen geeignet. Auch eine neue grenzübergreifende Rad- und Wanderbrücke Wintersdorf-Rosport zur Verbesserung der Erreichbarkeit der Wander- und Radwege mit Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr soll entstehen. Ein barrierefreies Informations- und Servicecenter soll in Rosport als Best-Practice für Tourist-Informationen ausgebaut werden. Darüber hinaus ist geplant, die Hot Spots des Natur- und Kulturerbes im Naturpark barrierefrei zu erschließen. „Hierdurch sollen neue Zielgruppen gewonnen und ein Komfort für alle Gäste und die Bevölkerung in der Grenzregion erreicht werden“, so Landrat Dr. Streit, Verbandsvorsteher des federführenden Projektpartners Naturpark Südeifel. Der Deutsch-Luxemburgische Naturpark umfasst Teile der Eifel beiderseits von Sauer und Our. Er wurde 1964 durch einen Staatsvertrag zwischen Luxemburg und Rheinland-Pfalz gegründet und ist der erste grenzüberschreitende Naturpark in Westeuropa.

Die voraussichtlichen Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf rund 3,3 Millionen Euro, von denen die Projektpartner (der Zweckverband Naturpark Südeifel, der Zweckverband Internationales Sport- Kultur- und Freizeitzentrum Ralingen-Rosport (ISKFZ Ra-RO), der Tourismusverband – Region Müllerthal – Kleine Luxemburger Schweiz und der Regionale Tourismusverband der Luxemburger Ardennen) aus Mitteln des Interreg V A-Programms „Großregion“ eine Förderung von rund 1,5 Millionen Euro erhalten.

„Der heutige Tag zeigt, wie mit Hilfe des EU-Förderprogramms Interreg solche grenzüberschreitenden, innovativen und  nachhaltigen Projekte in der Großregion umgesetzt werden können“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Dafür ist das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium auch gerne bereit, das Interreg-Projekt mit rund 620.000 Euro zu unterstützen“, hob Staatssekretärin Daniela Schmitt hervor.

Weitere strategische Partner des Projektes sind die Deutsch-Luxemburgische Touristinformation Wasserbilligerbrück, die luxemburgischen Naturparke Mëllerdall und Our und der Naturpark Hohes Venn – Eifel in Belgien.

Rheinland-Pfalz ist an drei Interreg A-Programmen beteiligt: Großregion, Euregio Maas-Rhein und Oberrhein. Seit mehr als 25 Jahren werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gemeinsame Projekte gefördert, die grenzüberschreitend innerhalb der Europäischen Union durchgeführt werden.

Weitere Informationen zum Förderprogramm „Interreg V A“ im Internet unter https://mwvlw.rlp.de/de/themen/wirtschafts-und-innovationspolitik/interreg/

Quelle: Pressedienst der Staatskanzlei RLP (Mainz, 13.03.2017)

Zum Projekt

Das Projekt zielt auf die Verbindung von Naturtourismus und Barrierefreiheit ab. Hierdurch sollen neue Zielgruppen gewonnen werden und einen Komfort für alle Gäste und die Bevölkerung im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark erreicht werden. Leuchtturm für die Entwicklung des grenzübergreifenden Naturtourismus im Projekt ist der NaturWanderPark delux mit seinen Premiumwanderwegen. In sinnvoller Ergänzung hierzu, sollen barrierefreie Komfortwanderwege eingerichtet werden und wichtige Sehenswürdigkeiten der Grenzregion barrierefrei an diese Routen angeschlossen werden. Die barrierefreien Komfortwanderwege sollen in Verbindung mit dem NaturWanderpark delux zu einem hochwertigen grenzübergreifenden Wanderangebot entwickelt werden.

Durch den Neubau und die Instandsetzung von zwei Wander- und Radbrücken sollen für die barrierefreien Komfortwanderwege und die Premiumwege die notwendigen länderübergreifenden Verbindungen geschaffen werden. Sinnvoll ergänzt wird die geplante Wanderwegeinfrastruktur durch das geplante barrierefreie, grenzübergreifende und  touristische Info- und Servicecenter in Rosport.

Projektpartnerschaft

  • Federführender Begünstigter: Zweckverband Naturpark Südeifel
  • Zweckverband Internationales Sport-Kultur- und Freizeitzentrum Ralingen –Rosport
  • Regionaler Tourismusverband -Region Müllerthal-Kleine Luxemburger Schweiz
  • Regionaler Tourismusverband Luxemburger Ardennen